Projekt9

Kunsthaus Weiz

Als transparenter, in Glas aufgelöster Körper, integriert sich das Volumen des Kunsthauses in den Bestand von Weiz. Der Bau überrascht als „große Geste“ in einer kleinen, mittelalterlichen Struktur. Das Gebäude ist zweigeschossig angelegt, wobei das gesamte Erdgeschoss Flächen für Handel und Verkauf bietet. Das Obergeschoss bildet den wesentlichen Kern des Kunsthauses, welches Veranstaltungssaal, Foyer und Ausstellungsräume aufnimmt. Eine neu geschaffene Gasse an der Längsseite des Kunsthauses, welche ebenso transparent und ohne Geschäftsportale u.ä. angelegt wurde, nimmt die Struktur des Kunsthauses auf und spiegelt diese wider, sodass sich das Haus sein eigenes Gegenüber zu schaffen scheint, und so seine solitäre Wirkung aufhebt. Die maßstäbliche Großzügigkeit vermittelt die klare Haltung, dass Kunst auch elegant sein darf. Obwohl der Eingang nicht offenkundig gleich ersichtlich ist, so befindet sich dieser auf der Gassenseite des Kunsthauses und entschärft hiermit die straßenseitige Situation.
Die Lösung sauberer Details zieht sich auch in den Innenräumen fort. Ummantelte kupferne Wände zieren das Foyer. Der große Veranstaltungssaal ist gänzlich in schwarz gehalten mit dunklem Eichenparkett und schwarzen Fauteuils. Seine spezifische Ästhetik erhält er unter anderem durch die seitlichen vorgesetzten Metallvorhänge.

Bauherr:
BOOTES-Immorent GrundverwertungsgmbH vertreten durch Immorent Süd GmbH für die Stadt Weiz
Planung: Arch. DI Dietmar Feichtinger, Feichtinger Architects
Fertigstellung: 2005

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